Unter dem Motto „Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt“ blockierten Aktivisten am Montagmorgen die Zufahrten zum Werksgelände der TKMS GmbH in Kiel. Hierzu klebten sie sich auf den Zufahrtswegen fest und verhinderten so zeitweise den Zugang für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Lieferverkehr. Die Aktion war im Vorfeld nicht angemeldet worden.
Aus Sicht der Jungen Union Kiel richtet sich der Protest nicht nur gegen die wehrtechnische Industrie, sondern stellt zugleich die Bundeswehr als demokratisch legitimierte Parlamentsarmee infrage. Darüber hinaus würden Unternehmen wie TKMS sowie ihre Beschäftigten pauschal als „kriegstreibende Kraft“ diffamiert.
Die Kreisvorsitzende der Jungen Union Kiel, Anna Goerlach, erklärt: „Diese Aktion zeigt einmal mehr, wie groß die Ignoranz gegenüber der aktuellen sicherheitspolitischen Lage und der Bedeutung einer funktionierenden Landes- und Bündnisverteidigung in Teilen der extremen Linken ist. Wir als Junge Union Kiel lehnen ein derartiges Demokratieverständnis entschieden ab. Wehrtechnische Unternehmen wie TKMS leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas. Gleichzeitig sind sie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den Standort Kiel und sichern zahlreiche Arbeitsplätze. Die pauschale moralische Verurteilung dieser Unternehmen und ihrer Beschäftigten als Kriegstreiber weisen wir entschieden zurück.“
Weiter führt Goerlach aus: „Selbstverständlich gehören angemeldete Demonstrationen und kontroverse politische Positionen zu unserer freiheitlichen Demokratie – auch dann, wenn wir sie für realitätsfern halten. Wer jedoch durch unangemeldete Blockadeaktionen Beschäftigte an ihrer Arbeit hindert und den Betriebsablauf gezielt stört, überschreitet die Grenzen eines verantwortungsvollen demokratischen Protests.“
Abschließend erklärt Goerlach: „Unser Dank gilt den eingesetzten Polizeikräften, die die Situation professionell und besonnen bewältigt haben. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktion wünschen wir künftig weniger Sekundenkleber und mehr konstruktive Lösungsvorschläge für die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.“

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